Tischtennisclub Wehr e.V.

Ausgabe 1 Saison 1990/1991

 

1. Mannschaft

Sie will es wissen. In diesem Jahr ganz besonders. Ein zweiter und ein dritter Platz in den beiden vergangenen Jahren waren nicht nur Motivation, brachten auch Unstimmung in die Mannschaft. Vor allem im vergangenen Jahr hatte sich unsere „Erste“ Hoffnungen machen dürfen. Eine Niederlage im ersten Spiel gegen Radolfzell war dann gleich ein herber Dämpfer. Nach der zweiten 7:9 Niederlage in der vorletzten Partie gegen den gleichen Gegner war es dann definitiv: Statt der anvisierten Badenliga war ein weiteres Jahr Verbandsliga angesagt.
Jetzt soll alles anders werden. Auch wenn der unglücklich ausgetüftelte Terminplan zum Auftakt die Partie beim Mitfavoriten TuS Hüfingen vor sieht: Kein gutes Omen, befürchtet unser Sextett, das dennoch als der Kronfavorit in die Saison startet. Spitzenspieler Bernhard Bürgin konnte für eine weitere Saison zum Mittun überredet werden. Die Vorbereitung des gesamten Sextetts war intensiv, das Zweier-Turnier Beweis für eine gute Verfassung. Neben Wehr und Hüfingen sind erneut der TTC Zell, vielleicht noch JBW Kehl zu den Titelaspiranten zu zählen.
Viel wird von Manfred Grab abhängen, der zu alter Form zurückzufinden scheint; ebenso von Anton Sain, der an Nummer vier für Punkte sorgen soll. Hoffnungen ruhen nicht zuletzt auf unserem Neuzugang aus Polen, Christian Franosz, im hinteren Paarkreuz.
Er rückte für Ralf Gantert in die erste Mann schaft, der nach anfänglichen Schwierigkeiten eine hervorragende Saison bestritt, und nun die Reserve in
die Verbandsliga führen soll.
Nun, geschwächt ist unsere „Erste“ dadurch wohl nicht. Scheitern könnten die Individualisten allenfalls an sich selbst, an einem verunglückten Start (in Hüfingen), mangelnder Konzentration oder einem allzu sicheren Gefühl der Überlegenheit.

 

Stärken: Spielerisches Potential, steigerungsfähig, Ausgeglichenheit,
Erfahrung;
Schwächen: Konzentrationsmängel, (manchmal) mangelnder Kampfgeist;

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2. Mannschaft

„Die Zweite“: Zweimal in den beiden vergangenen Jahren war sie Dritter. Jetzt will sie, könnte sie Erster werden, Meister der Landesliga, Aufsteiger, sich den heimlichen Traum erfüllen und den Sprung schaffen in die Verbandsliga. „Bes-ser als der dritte Platz“ heißt das bescheiden formulierte Minimalziel.
Dabei ist auch das Maximalziel alles andere als utopisch: Das übermächtige Sextett von Post Freiburg ist in die Verbandsliga entschwunden, der SV Schopfheim, zuletzt Vizemeister und potentiell hartnäckigster Widersacher, soll geschwächt antreten. So heißt es zumindest in Schopfheim. Zudem ist aus dem Verbandsliga-Team Ralf Gantert in die Zweite zurückgekehrt, noch stärker, noch erfahrener.

Harte Konkurrenz ist dennoch aus Schopfheim zu erwarten, ebenso von der erfahrenen Mannschaft des TTC Zell II und dem immer unberechenbaren Sextett von 1844 Freiburg. Der TTC Bad Krozingen hingegen hat seinen Spitzenmann und mit Abstand besten Landesliga-Spieler der letzten Saison, Herink, an Kirchzarten abtreten müssen.
Zu den Stärken unserer „Zweiten“ wiederum zählt ohne Zweifel die Erfahrung, die, abgesehen von dem jungen Andreas Gäng, alle Spieler mitbringen. Zu den Pluspunkten gehört auch der bedingungslose Einsatzwille insbesondere von Bernhard Sachs und Helmut Kima, der schon so manchen Punkt erobern half.
Ob es am Ende jedoch tatsächlich zum Spitzenplatz reicht, wird nicht zuletzt von Rudolf Küng und Andreas Gäng im hinteren Kreuzpaar abhängen. Sie sollen punkten - und werden in den entscheiden den Begegnungen punkten müssen, soll das angepeilte Ziel realisiert werden.

 

Stärken: Ausgelichene Besetzung, Erfahrung, Kampfgeist;

Schwächen: nur noch bedingt steigerungsfähig, (manchmal zu) labil;

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3. Mannschaft

Für ein Novum in der TT-Landesliga (Süd) sorgt in diesem Jahr der TTC Wehr III: Erstmals hat sich eine dritte Mannschaft für die Spielklasse qualifiziert. Und das mit Bravour: Ganze zwei Punkte gab die Mannschaft zuletzt in der Bezirksklasse ab. Das große Plus des Teams, dem die herausragenden Einzelkönner fehlen: Die Erfahrung und spielerische Ausgeglichenheit. Sie freilich wird in der Landesliga nicht mehr viel wert sein, für die „Dritte“ geht es als Neuling allein um den Klassenerhalt.
Absolutes Neuland ist die Landesliga zwar nur für Dietmar Fritsch und Thomas Kohler - beide sind vor einem Jahr zum TTC gestoßen - doch auch die übrigen vier werden sich wieder an die veränderte Luft, den offensiveren, schnelleren Stil gewöhnen müssen.
Im Streit um den Klassenerhalt wird sich das Wehrer Sextett vor allem am TTC Lörrach, dem TV Weil, SV Waldkirch und Mitaufsteiger TuS Teningen orientieren müssen. Zu den Saison-Höhepunk ten gehören freilich auch die beiden Begegnungen gegen die „Zweite“.

 

Stärken : Ausgeglichene Besetzung, Erfahrung, kampfstark

Schwächen: spielerische Mängel, nur noch bedingt steigerungsfähig;

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4. Mannschaft

Unerwartet ist unserer vierten Mannschaft im vergangenen Frühjahr der große Wurf gelungen: Mit dem zweiten Rang in der Kreisklasse A qualifizierte sie sich für die Bezirksklasse. Jetzt allerdings steht eine ganz schwere Saison bevor, nachdem Spitzenspieler Ciro Scianna ins Rheinland enteilt ist und auch der erfahrene Heinz Schwab nur unregelmäßig zur Verfügung steht. Ein kleiner Trost: Auch Mitaufsteiger ESV Weil muß auf seinen Spitzenmann Matthias Kubicki verzichten.
Unter diesen Umständen ist für die „Vierte“ jeder Zähler ein Erfolg: Und sollte sie am Ende der Saison gar den Klassenerhalt geschafft haben, wäre dies unzweifelhaft die größte Überraschung aus Wehrer Sicht.

 

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5. - 8. Mannschaft

Vier weitere Herren-Mannschaften - von der fünf ten bis zur achten - komplettieren das Feld unserer Herren-Mannschaften in der Saison 1990/91. Auch das ein Novum - noch nie brachte ein Tischtennisclub am Oberrhein acht Aktiv-Mannschaften auf die Beine. Beweis wohl auch für das intakte - und nicht nur leistungsbezogene - Gefüge innerhalb des Vereins.

Die fünfte Mannschaft, eine eher erfahrene Trup pe, startet erneut in der Kreisklasse B (Wiesental), gewillt, den vierten Rang der Vorsaison zu verbessern.

Viel vorgenommen hat sich auch die sechste Mann schaft in der Kreisklasse B (Rheintal), nachdem ihr zuletzt der „Durchmarsch“ in der Kreisklasse C (ohne einen Verlustpunkt) gelang. Um Manfred Keller und Neuzugang Manfred Jung (vom TV Gren zach) haben sich mit Kuck, Huber, Kaiser und Göring vier Nachwuchsspieler zusammengefunden, die durchaus das Zeug zu Höherem haben. Mit besonde rer Spannung blicken sie den beiden Begegnungen gegen Mitaufsteiger TTC Hasel entgegen, bei dem mit Hans Leber und Werner Wenk zwei ehemalige Wehrer antreten.

Die siebte Mannschaft, eine Mixtur aus Junioren und Senioren müht sich in der C-Klasse (Rheintal) um Punkte und dürfte dort ebenfalls um vordere Plätze mitspielen.

Der TTC Wehr VIII schließlich geht mit einer Vierer-Mannschaft in der D-Klasse an den Start und wird dort vermutlich einen ähnlichen Mittelfeldplatz belegen wie in der abgelaufenen Saison.

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Jugend

Der Nachwuchs des TTC Wehr befindet sich nach Jahren des Erfolgs derzeit wieder in einer Aufbauphase. Mehrere Spieler sind den Jugendklassen entwachsen und treten künftig in den Aktivklassen an. So peilt die erste Jugendmannschaft, die neuformiert wurde, einen Platz im vorderen Mittelfeld der Bezirksklasse an. Die zweite Mannschaft hat sich in der A-Klasse das gleiche Ziel gesetzt, während sich die „Dritte“ voraussichtlich bestenfalls im Mittelfeld der B-Klasse wird plazieren können.

Die Schüler, die heuer nur eine Mannschaft stellen, werden in der Bezirksliga den Abstieg vermeiden suchen.